Am Freitag den 12. Juni starteten 14 Teilnehmer am frühen Vormittag mit dem Zug nach Frankfurt Hbf. Da die Gruppe ihr Ziel pünktlich erreichte und der Zeitplan genug Zeitpuffer vorsah, konnte das Städel am Museumsufer gemütlich über den Holbeinsteg am Main zu Fuß erreicht werden. Es nieselte leicht - also bestes Museumswetter. Bis zum vorgebuchten Eintritt ins Museum war sogar noch genug Zeit für eine kleine Stärkung im Café im Städel Museum.
Auf dem Holbeinsteg
Um 12:30 Uhr war es dann soweit: Die Gruppe konnte sich in die Sonderausstellungsräume
begeben. Durch die Räume mit der ständigen Ausstellung des Städels wurde mit
Wegweisern zum „Monet“ geführt, ein kurzer Blick auf das berühmte große Bild „Goethe in
der Campagne“ und einer nochmaligen Kontrolle der Tickets war die Gruppe dann
angekommen – in Étretat – einem faszinierenden Ort an der normannischen Küste, der
Künstler und Besucher begeisterte, und bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat.
Die Ausstellung empfängt die Besucher mit einer riesigen 3D-Videoprojektion mit den
Kreidefelsen und dem Meer. Sie zieht die Besucher direkt in seinen Bann. Wer dachte, die
Ausstellung zeige nur Bilder von Monet war überrascht. Im Mittelpunkt steht Étretat, ein
abgelegener Ort, ein Fischerdorf, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts entdeckt wird von
Künstlern und sich durch die Werke der Künstler zum mondänen Badeort der bourgeoisen
Gesellschaft von Paris entwickelt und bis heute jährlich 1,5 Mio Besucher zählt.
24 von 80 Bildern, die Claude Monet in Étretat gemalt hatte, waren zu sehen. Insgesamt
aber konnten auf drei Geschossen 170 herausragende Gemälde, Zeichnungen, Fotografien
von zeitgenössischen Künstlern wie Delacroix, G.Courbet, H.Matisse, usw. bewundert
werden, die in Étretat entstanden oder zum Thema hatten. Eine kostenlose Audio-App auf
dem Smartphone führte die Besucher durch die Ausstellung und informierte gut und
verständlich bei Bedarf. Die Ausstellung beeindruckte die Gruppe durch ihre ästhetische und
moderne Präsentation in großen Räumen mit schöner Farbgebung. Das Highlight bildete der
zentrale Raum zu Monets impressionistischen Darstellungen der imposanten Küste im
Untergeschoss. Étretat spielt in der Entwicklung des Impressionismus eine wichtige Rolle.
Die Ausstellung war am Freitag in der Mittagszeit gut besucht, aber sie ist so groß, dass alle
Teilnehmer immer eine Gelegenheit fanden die Bilder auch alleine und von der Nähe
anschauen zu können. Die Ausstellung beindruckte, ist absolut sehenswert und noch bis
zum 5. Juli geöffnet.
Mit dem Zug erfolgte auch die Heimfahrt. Allerdings stand noch der gemütliche Abschluss auf dem Programm. In Hattenheim wurde die Zugfahrt unterbrochen und unweit der Haltestelle im Gutsausschank „Rheinblick“ kehrte die Gruppe ein und ließ den Tag bei gutem Wein und leckeren Speisen mit Blick auf die Rheingauer Weinberge, den Rhein und hinüber nach Rheinhessen ausklingen. Leider machte das Wetter an diesem Abend ein Verweilen auf der schönen Terrasse nicht möglich, aber dennoch ging ein sehr schöner Tag zu Ende, voller Eindrücke und vielleicht mit einer kleinen Sehnsucht selbst mal (wieder) nach Étretat zu reisen.