Berichte



Besuch bei den Freunden in Burgund - Vier schöne Tage in Freundschaft und Harmonie

Um viele Eindrücke reicher und von Freude erfüllt über die Begegnung mit den französischen Freunden aus Urzy, ist am Sonntagabend eine vierzigköpfige Reisegruppe aus Kamp-Bornhofen in die rheinische Heimat zurückgekehrt. Die jüngste Teilnehmerin war acht Jahre und die älteste achtzig Jahre alt.
Das Programm war wieder so ausgelegt, dass dem Kennenlernen in den Familien und dem Kennenlernen der Region die größte Bedeutung beigemessen wurde.
Schon auf der Hinfahrt war die ehemalige Zisterzienser Abtei Pontigny in der Nähe von Auxerre das Ziel einer Besichtigung. Günter Bode, der die Führung durch die Klosteranlage übernommen hatte, erwies sich wieder einmal als exzellenter Kenner der französischen Kultur.


Bei der Ankunft der Reisegruppe in Urzy hatte sich eine große Anzahl von Freunden auf dem "Place de Kamp-Bornhofen" eingefunden. Viele Familien, die sich bereits seit neunzehn Jahren kennen, wurden ebenso herzlich begrüßt wie einige Neue, welche sich zum ersten Mal begegneten. Nach dem obligatorischen Empfang im Rathaus mit dem obligatorischen Aperitif, verbrachten die Gäste den Abend in ihren Gastfamilien.
Am nächsten Tag fand der gemeinsame Ausflug statt. Das Ziel war die ehemalige Zisterzienser Abtei Noirlac in der Nähe von St. Amand-Montrond, in der Region Cher gelegen. Diese Region, vorwiegend ländlich geprägt, bekannt für die Zucht der Charollais - Rinder verfügt über viele kulturelle Schätze, so unter Anderem auch über die Abtei Noirlac. Es gab eine interessante Führung durch die Anlage, eine in deutsch und eine in französisch.
Traditionell bei diesen Begegnungen ist ein "Picknick", irgendwo an einem schönen Ort in der Natur. Dieser Ort war eine neu angelegte Freizeitanlage in der Nähe von Noirlac. Hier wurden, trotz drohendem Regen, Tische, Stühle und Kühltaschen mit flüssigem und festem Inhalt ausgepackt, um sich nach dem kulturellen Erlebnis auch körperlich zu stärken. Zwar im Ganzen etwas frisch, blieb der Regen dennoch aus.
Die Stadt St. Amand Montrond ist bekannt für ihre Gold verarbeitende Industrie. In einem futuristischen Gebäude befindet sich das Goldmuseum der Stadt. Eine Führung durch das Museum zeigte die Gewinnung und Verarbeitung dieses Edelmetalls. Auch hier fand eine Führung in deutsch und französisch statt.
Am Abend waren die Gäste mit ihren Gastfamilien zusammen, wieder einmal zeigten die Gastgeber, was die französische Küche zu bieten hat.
Ganz bewusst hatte man für den Samstag kein Programm ausgearbeitet, um so den Familien den Tag über die Möglichkeit zur eigenen Programmgestaltung zu geben.
Am Abend gab es den üblichen Ball, verbunden mit einem guten Abendessen. Zu Beginn sprachen die Vorsitzenden der beiden Partnerschaftskreise über die langjährige Freundschaft und tauschten Gastgeschenke aus. Mit Sandrine Nourisson auf französischer und Elly Emschermann auf deutscher Seite hat die Partnerschaft zwei Persönlichkeiten, die sich mit ganzem Herzen für die gemeinsame Sache einsetzen. Elly Emschermann überreichte bei dieser Gelegenheit der ältesten Teilnehmerin Frau Tilla Jung zu ihrem achtzigsten Geburtstag ein kleines Präsent. Zur musikalischen Begleitung hatten die Gastgeber einen Alleinunterhalter aufgeboten, der fernsehreif mit musikalischen Clownerien die Festteilnehmer zum Lachen und mit seinen Nonstop-Musikbeiträgen die Tänzer zum Schwitzen brachte. Weit nach Mitternacht gingen die Letzten zu ihren Quartieren, um nach einer sehr kurzen Nacht am Sonntagmorgen die Heimreise anzutreten.