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Deutsch-Französische Partnerschaft auf festem Fundament

Es fing alles damit an, dass Jean-Emile Evrard auf einer Rheinreise im Jahre 1991 ins Kamper Rathaus hinein spazierte, im Verkehrsamt nach dem Bürgermeister fragte und diesem dann den Vorschlag machte, zwischen seiner burgundischen Gemeinde Urzy , deren Gemeinderat er angehörte und der etwa gleich großen Gemeinde Kamp-Bornhofen eine Partnerschaft einzugehen. Eine Erfolgsgeschichte, wahr geworden, trotz großer Rückschläge, wie zum Beispiel dem plötzlichen Tod von Bürgermeister Gerd Mohr.

So reiste am 8. Mai diesen Jahres eine vierzigköpfige Gruppe aus Urzy zu einem viertägigen Freundschaftsbesuch an den Rhein.

Frau Dr. Mechthild Schauren, zweite Vorsitzende des Partnerschaftskreises Kamp-Bornhofen/ Urzy, begrüßte die Gruppe, zusammen mit vielen Kamper Mitbürgern am Rheinufer, musikalisch unterstützt von der Kolpingkapelle.

Nach dem Begrüßungsmarathon mit großem Hallo und vielen Küsschen und mit einem Willkommenstrunk , wurden die Gäste ihren Gastgebern zugewiesen, in den meisten Fällen schon vorgegeben, da sie sich schon seit vielen Jahren kennen.

Für den Himmelfahrtstag konnte man den Gästen ein differenziertes Programm anbieten: Eine größere Gruppe unternahm eine Dampferfahrt mit dem Oldtimer Goethe nach Bacharach mit Einkehr in den verschiedenen Weinlokalen. Eine weitere Gruppe unternahm eine Wanderung. Weitere Ziele waren die Burg Eltz, die Marksburg sowie Fahrten in die nähere Umgebung. Für den Abend hatte man einen Grillabend an der Osterspaier Florianshütte vorgesehen. Einen bayrischen Abend mit "Radi", "Bretz'n und einem großen Biersortiment hatte Bürgermeister Kalkofen in der Bornhofener Klosterstube organisiert und es gab auch weitere, private Unternehmungen.

Am Freitag waren Gastgeber und Gäste bei einer gemeinsamen Busfahrt nach Mainz wieder vereint. Diese Stadt mit ihrer bedeutenden, französischen Vergangenheit, fand bei allen Teilnehmern reges Interesse, besonders natürlich der Dom, die Stephanskirche mit den Kirchenfenstern von Marc Chagall, die heimelige Altstadt und viele andere historische Denkmäler, wie zum Beispiel das Gutenbergdenkmal.

In einem Weingut in Wiesbaden Frauenstein gab es zu spät-nachmittäglicher Zeit neben gutem Wein ein kräftigendes Essen ,um sich dann zum Abschluss in den Trubel der Rüdesheimer Drosselgass zu stürzen, oder nach einem gemütlichen Weingut zu suchen, wo der Wein weniger teuer, aber qualitätsmäßig vielleicht noch besser ist.

Der Samstag stand den Familien zur freien Verfügung, ehe man sich am Abend zum abschließenden Festakt im Pfarrheim traf.

Zu Beginn wurde den Gästen ein kleines Konzert geboten unter Mitwirkung des Singkreises Kamp-Bornhofen und Frau Ludmilla Karmanova am Piano, letztere selbst Mitgliede des Partnerschaftskreises.

Frau Dr. Mechthild Schauren begrüßte die Festteilnehmer und erinnerte daran dass der Élyséevertrag zwischen Charles De Gaulle und Konrad Adenauer nunmehr sein fünfzigjähriges Jubiläum feiern konnte. Aus einem Zweckbündnis sei eine Freundschaft entstanden, wie sie in der Welt einzigartig ist.

Valery Cerf, die neue Vorsitzende des Comitée de Jumelage Urzy/ Kamp-Bornhofen bedankte sich für die Gastfreundschaft der deutschen Freunde, verbunden mit der Einladung nach Urzy im kommenden Jahr.

Bürgermeister Frank Kalkofen, sehr engagiert in der Partnerschaft, hatte ebenfalls Worte des Dankes an die Mitglieder beider Partnerschaftskomitées. Zur Mitfinanzierung der Partnerschaftsbegegnung hatte er einen Umschlag mit 300.- €uro mitgebracht.

Mit dem üblichen Austausch der Gastgeschenke endete der offizielle Teil des Festabends, denn das Abendessen stand bereit um dann anschließend zum Tanz übergehen zu können.

Wenngleich man sich am Sonntagmorgen bereits um neun Uhr zur Abreise treffen musste, gingen die letzten Besucher erst weit nach Mitternacht zurück in die Quartiere.

Am Flüzerplatz stand anderen morgens der Bus zur Abfahrt bereit. Schnell wurden noch einige Fotos gemacht, gelegentlich flossen noch einige Tränen und dann entschwand der Bus in Richtung Westen.

fjm

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