Berichte



Deutsch-Französischer Partnerschaftskreis Kamp-Bornhofen / Urzy
Matisse-Bonnard, ein Ausflug nach Frankfurt ins Städel-Museum

Zu der Ausstellung "Matisse / Bonnard - Es lebe die Malerei!" im Städel Museum Frankfurt trafen sich 16 Freunde des Deutsch Französischen Partnerschafskreises Kamp-Bornhofen / Urzy. Dank der guten Vorbereitungen durch Claus Schauren verliefen die Bahnfahrt und der Museumsbesuch ohne Schwierigkeiten. In einer eigens für unsere Gruppe reservierten fachkundigen Führung erhielten wir viele Informationen über das Schaffen der beiden befreundeten, französischen Maler, die auch als Pioniere der Moderne gelten.
Begeistert vom Licht der französischen Riviera schreibt Henri Matisse an seinen Freund Pierre Bonnard auf einer Postkarte im August 1925: „Vive la peinture“ also „Es lebe die Malerei“. Dies ist auch das Motto der Gemäldeausstellung.br> Beide Maler sind unterschiedliche Charaktere, was man auch aus den ausgestellten Werken herauslesen kann. Matisse bringt die Farben mit einer Leichtigkeit auf die Leinwand, während Bonnard die Perfektion sucht und seine Bilder immer wieder nachbearbeitet.
Grundsätzlich lassen sich die geschaffenen Werke in drei Gruppen gliedern. Da findet man zum einen Landschaften des Südens mit dem Licht der Provence, das die Farben leuchten lässt. Oft benutzen die Künstler den Blick aus dem Fenster ihres Ateliers oder von der Terrasse des Anwesens, um die Impressionen einzufangen. Dann findet man unter den über 100 ausgestellten Werken auch Stillleben, manchmal auch in Verbindung mit dem Blick ins Freie. Bei der dritten Gruppe, den Aktdarstellungen, unterscheiden sich die Beiden sehr. Zwar sind sie Meister der Aktmalerei und dennoch gibt es Unterschiede. Henri Matisse arbeitete mit wechselnden Modellen in seinem Atelier und erstellte direkt das Gemälde auf der Leinwand. Pierre Bonnard fertigt zuerst Zeichnungen an und malt später aus der Erinnerung mit Hilfe der Skizzen das Bild. Ihm sitzt fast ausschließlich seine Frau Marthe Modell für den später gemalten Akt.
Besonders gut drücken sich in den Selbstporträts der beiden Maler die unterschiedlichen Charaktere aus. Dies zu beschreiben ist nicht ganz einfach. Man könnte sich einfach die sehr bemerkenswerte Ausstellung, die noch bis zum 14. Januar läuft, anschauen.
Mit einem gemütlichen Zusammensein in einem Gutsauschank im Rheingau fand der sehr gelungene Ausflug seinen Abschluß.