Berichte



Deutsch-Französischer Partnerschaftskreis Kamp-Bornhofen / Urzy
Herbstwanderung über Bad Ems 2019

„Heute wollen wir Höhenluft schnuppern!“
Deshalb trafen sich die wanderbegeisterten Mitglieder des Deutsch-Französischen Partnerschaftskreises Kamp-Bornhofen/Urzy am Sonntagmorgen um 9.30 Uhr in Kamp am Bahnhof.Einige Mitglieder waren verhindert, aber in Filsen wollten noch zwei Mitglieder zusteigen. Pünktlich kam der Zug und brachte uns nach Niederlahnstein. Dort hatten wir einen kurzen Aufenthalt, bis wir mit der Lahntalbahn nach Bad Ems fahren konnten.
In Bad Ems wurden wir mit Blasmusik empfangen, weil der zweite Tag der Spießer Martini Kirmes begann. Es duftete schon nach gebrannten Mandeln und die Standbetreiber öffneten ihre Buden. Auch auf der Brücke über die Lahn waren Verkaufsstände aufgebaut, hier gab es unter anderem Honig von einem Lahnsteiner Imker zu kaufen. Aber zuerst wollten wir ja wandern, der Markt musste warten.
Nach einem recht steilen Anstieg erreichten wir den „ Bismarkturm“. Die tolle Aussicht war leider etwas „vernebelt“. Nun tauchten wir in dichten Wald ein, die Bäume trugen noch ihr schönes, buntes Herbstlaub und der Nebel erzeugte eine etwas mystische Stimmung. Nach einer Weile erreichten wir den Erholungsort Kemmenau. Wir sehnten uns nach heißem Tee oder Kaffee und vielleicht einer warmen Suppe und tatsächlich, in Kemmenau fanden wir ein gepflegtes Restaurant, in dem wir trotz unserer schmutzigen Schuhe einkehren konnten und freundlich bedient wurden. Nachdem wir uns aufgewärmt hatten, konnten wir frohen Mutes unsere Wanderung fortsetzen.Zunächst ging es bergab und wir ahnten die herrliche Fernsicht über das Lahntal und den Taunus. Nach einem kurzen, steilen Anstieg über einen Wiesenpfad erreichten wir den „Concordiaturm“, der 1861 erbaut wurde und eine wunderschöne Aussicht über Bad Ems bietet. Die goldene Turmspitze der russischen Kirche leuchtete trotz des nebligen Wetters. Auf dem „Baedecker Felsenweg“ ging es steil abwärts nach Bad Ems, vorbei an den „ Heizelmannshöhlen“. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Karstphänomen, um Auswaschungen einer Gipsformation.
Als wir unten in Bad Ems ankamen, waren die Stände der Spießer Martins Kirmes zum Glück noch geöffnet. Jetzt konnte man beim Imker noch ein Glas Honig kaufen und bis zur Abfahrt des Zuges im beheizten Festzelt noch einen Glühwein trinken.
In Kamp angekommen ließen wir im Restaurant in gemütlicher Runde einen erlebnisreichen und trotz des Nebels schönen Wandertag ausklingen.